Schlagwort-Archive: russische Musik

Musikförderung e.V. veranstaltet 1. Russisches Kammermusikfest in Hamburg

Hamburg. Vom 2. bis 12. September 2010 findet in Hamburg das erste russische Kammermusikfest statt. Die Absicht des völlig neuartigen Musikfestes ist es, selten gespielte Werke bedeutender russischer Komponisten zur Aufführung zu bringen.  Das vielgestaltige kammermusikalische Repertoire dieses Kulturraumes ist in Deutschland noch wenig bekannt; die Rezeption russischer Musik beschränkt sich bislang immer noch vornehmlich auf einen kleinen Kreis von Komponisten. Diesen Horizont zu erweitern, ist eine spannende Aufgabe, die sich der Verein Musikförderung e.V. aus Hamburg gesetzt hat. Ausschließlich russische (sowjetische) Werke sollen erklingen, darunter Raritäten der Spätromantik, interpretiert von namhaften Musikerinnen und Musikern aus Russland, Deutschland und Italien. Weiterlesen

Internationales Schostakowitsch-Festival in Gohrisch geplant

Im Juli 1960 hielt sich der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch für einige Tage in Gohrisch, einem Luftkurort der Sächsischen Schweiz nahe Dresdens auf. Dort komponierte er eines seiner kammermusikalischen Hauptwerke, das sein persönliches Leiden unter dem Sowjetregime erschütternd zum Ausdruck bringt: das Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110. Es ist nachweislich das einzige Werk, das Schostakowitsch außerhalb der Sowjetunion komponierte. 1972 kam der Komponist dann noch ein zweites Mal nach Gohrisch. Weiterlesen

B l u r r e d E d g e s – 15 Tage aktuelle Musik in Hamburg

blurred edges, vom 1. – 15. Mai 2010

Das Forum Neue Musik in Hamburg lädt im Rahmen des Festivals zu folgenden Konzerten ein:

am Freitag, dem 7. Mai,  um 21 Uhr

„The Wall-the Message“ für Klavier und Filmprojektion, mit VLADIMIR MARTYNOV aus Moskau, Piano

Vladimir Martynov ist ein russischer Komponist, (*1946 Moskau),
er begann seine Laufbahn als einer der radikalsten Köpfe der  sowjetischen
Avantgarde. Seine dodekaphonisch-seriellen Kompositionen der 70er
Jahre zeigen außerordentliche Musikalität, raffinierte Technik und
intellektuelle Artistik. Der schöpferische Ansatz Martynovs liegt in komplizierten Evolutionen, in denen sich seine  vielseitige Persönlichkeit spiegelt. Martynov beschäftigt sich mit der Musik des 20. Jahrhunderts ebenso wie mit der Musik des Mittelalters und  der Renaissance. Als Sammler und Erforscher von Volksmusik unternimmt er seit einigen Jahren Expeditionen
in verschiedenste Regionen Russlands, des Nord-Kaukasus und  Zentralasiens. Weiterlesen

In memoriam J.S.B. – Valeri Krivoborodov tritt in der Beljaeff-Konzertreihe auf

Im Mittelpunkt des Cello-Abends am 7. Mai 2010 in Hamburg steht Johann Sebastian Bach.
Seine Suiten für Violoncello solo gelten sowohl als „Quintessenz“ des Repertoires für Cellisten als auch der Musik Bachs überhaupt. Hier finden wir fast alle wichtigsten Elemente seiner Musiksprache und Rhetorik, die nicht nur in den Instrumentalsuiten, Sonaten und Partiten vorkommen, sondern auch in seinen Konzerten und Kantaten.
Die Entstehungsgeschichte dieses Zyklus’ ist wenig bekannt. Man geht davon aus, dass Bach die Suiten in seiner Köthener Zeit um 1720 komponiert hat. Das Autograph ist verschollen. Moderne Notenausgaben basieren auf verschiedenen frühen Abschriften. Weiterlesen

„Endstation Sehnsucht“ mit Musik von Alfred Schnittke und Sergej Prokofjew am Opernhaus Oslo

Tennessee Williams berühmtes Drama „A Streetcar named Desire“ ist kein leichter Stoff: Die reiche Blanche DuBois wird mit dem Niedergang ihrer Familie, der Homosexualität und dem Tod ihres Mannes nicht fertig, zieht zu ihrer Schwester nach New Orleans und landet nach einer Vergewaltigung durch den Schwager im Irrenhaus. Der Choreograph und Hamburger Ballettchef John Neumeier adaptierte 1983 diesen Stoff für ein Ballett in Stuttgart, das damals von Marcia Haydée und Richard Cragun in den Hauptrollen getanzt wurde. 1987 fand dann die Hamburger Erstaufführung mit Colleen Scott und Ivan Liška statt.

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Königsträume und Schwanenmärchen: „Illusionen – wie Schwanensee“ nach sechs Jahren wieder beim HAMBURG BALLETT

Hamburg. Mit Illusionen – wie Schwanensee schuf der Hamburger Ballettintendant John Neumeier 1976 eine Neudeutung des Stoffes zu Peter Tschaikowskys bekannter Musik: Er verband einen eigenständigen choreografischen Handlungsrahmen mit Elementen der klassischen Choreografie nach Ivanow und Petipa. Bis heute hat diese Interpretation nichts von ihrer Gültigkeit und Kraft verloren. Protagonist der Rahmenhandlung ist der „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern, auf dessen Innenleben sich das Ballett konzentriert. Neumeier schuf ein dramaturgisch komplexes Gleichnis über Sehnsucht und Scheitern, das die traditionelle Handlung von „Schwanensee“ mit dem Leben Ludwig II. psychologisch vielschichtig verknüpft: Weiterlesen

Helikon-Opera Moskau feiert das 20-jährige Jubiläum

Musik des 20. Jahrhunderts – Helikon-Opera wird 20

Am 10. April ist es soweit. Das renommierte Musiktheater Helikon-Opera feiert seinen 20. Geburtstag. In der Moskauer Kulturszene nimmt das Theater eine besondere Nische ein, in der stets die Kultur, die Traditionen der klassischen Schule und der frische Blick auf die Opernregie kombiniert werden.  Zwanzig Jahre ist für ein Theaterensemble ein solides Alter. In dem Helikon-Opera wird man jedoch nicht alt, sondern erwachsen. Vielleicht deshalb, weil vor zwanzig Jahren der Gründer des Theaters und der künstlerischer Leiter Dmitrij Bertman erst 23 Jahre alt war, die Künstler-Gleichgesinnte nur wenig älter. Bertman  zählt damit zu den jüngsten Theatergründern der Weltgeschichte. Weiterlesen

6. Internationale Musiktage Arthur Lourié mit zwei Weltpremieren

Basel, 4. -6. März 2010

Die „6. Internationalen Musiktage Arthur Lourié (1892-1966)“ finden vom 4. -6. Mai 2010 in Basel statt. Die Arthur Lourié Gesellschaft und dessen  künstlerischer Leiter Stefan Hulliger  präsentieren unter dem Titel  Musik aus dem „Silbernen Zeitalter“ Lieder und Kammermusikwerke  des St. Petersburger Komponisten Arthur Lourié, darunter zwei spektakuläre Uraufführungen.

Musik aus dem „ Silbernen Zeitalter“

Arthur Lourié (1892-1966)

Arthur Lourié gilt heute als einer der interessantesten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Bei Strawinsky lernte er, Debussy bewunderte er. Seine universelle Musik spannt eine Brücke zwischen russischer und westeuropäischer Kultur und verbindet auf eigenständige Weise Archaisches mit Modernem. In den Basler Uraufführungen und Erstaufführungen vom März 2010 wird erkennbar, dass Arthur Lourié der wichtigste musikalische Vertreter des „Silbernen Zeitalters“ war, jener so fruchtbaren und schillernden Kunstepoche im Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Weiterlesen

Neue Website über die legendäre russ. Pianistin Maria Judina ist online

Seit kurzem gibt es eine neue Website über die bekannte sowjetische Pianistin und Klavierpädagogin, Zeitgenössin von Dmitrij Schostakovitsch, Maria Judina (1899-1970). Zusammen mit D. Schostakotisch und W. Sofronskij  studierte sie am St. Peterburger (Petrograder) Konservatorium, welches sie 1921 glänzend abschloss. Nebem ihren Sudium der Musik studierte sie außerdem an der historisch-philologischen Fakultät der St. Peterburger Universität und gehörte in den 20er Jahren dem philosophisch-intellektuellen Kreis um Michail Bachtin an.

Bekannt wurde sie vor allem durch ihre kraftvoll-energischen Interpretationen der Musik von Johann S. Bach, Ludwig van Beethoven sowie ihre Zeitgenossen Schostakowitsch, Honegger, Strawinskij und Martinu.  Weiterlesen

Oleg Malov präsentiert in Hamburg das Programm „150 Jahre Petersburger Schule“

Hamburg. Am 5. Dezember 2009 findet im Konzertsaal der Alfred-Schnittke-Akademie das nächste Konzert der Belaieff-Konzertreihe statt. Oleg Malov, Klavier, präsentiert das Programm „150 Jahre Petersburger Schule“ mit Werken von Glinka, Ustvolskaja, Liadow, Deschewow, Arapow, Stscherbatschow und Knaifel. Die Rolle, die St. Petersburg in der russischen Musikkultur spielte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Hier wurden die russische Oper, die russische Sinfonie und das Klavierkonzert geboren, außerdem die professionelle Musikausbildung, denn hier wurde 1862 das erste Konservatorium Russlands eröffnet, dessen Begründer und Absolventen zur kulturellen Spitze des Landes zählten. Weiterlesen