Schlagwort-Archive: russische klassische Musik

Belaieff-Konzertreihe lädt zu einem erstklassigen Konzert ein

Hamburg. Am 16. Juni, um 20:00 Uhr,  findet das nächste Konzert der Belaieff-Konzertreihe in der Alfred-Schnittke-Akademie, Max-Brauer-Allee 24, Hamburg-Altona,  statt.  Nurit Stark (Violine), Cédric Pescia (Klavier) und Olga Dowbusch-Lubotsky (Violoncello) spielen Werke von Silvestrov und Schostakowitsch.

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Elisaveta Blumina spielt „Kinderhefte“ und „Klaviersonate Nr. 1“ von Weinberg ein

von Helmut Rohm

Nach und nach und glücklicher Weise wird seit einigen Jahren das umfängliche und hoch bedeutende Schaffen des polnisch-russischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg auch im Westen entdeckt und aufgeführt. Eine echte Bereicherung!

Gerade hatte sich der 1919 in Warschau geborene Sohn jüdischer Eltern angeschickt, eine erfolgreiche Pianistenkarriere zu beginnen, da musste er vor den Nazis fliehen – zuerst nach Minsk, wo er zwanzigjährig seine Erste Klaviersonate op. 5 komponierte, dann weiter ins usbekische Taschkent – wo er als Korrepetitor an der Oper Fuß fassen konnte.

Tiefe Freundschaft zu Schostakowitsch

Nachdem Dimitri Schostakowitsch Weinbergs dort entstandene Erste Symphonie kennen gelernt hatte, sorgte er dafür, dass der dreizehn Jahre jüngere 1943 nach Moskau übersiedeln und sich als freischaffender Komponist niederlassen konnte. Auch von Stalin wurde er bald verfolgt und 1953 inhaftiert. Wieder war es Schostakowitsch, der sich für den mit dem Tode Bedrohten einsetzte. Zwischen beiden Komponisten entwickelte sich eine lebenslange tiefe Freundschaft. Weinberg, der als Pianist viele Werke Schostakowitschs uraufgeführt hat, schickte sich an, als Komponist in einem wahren Schaffensdrang ein riesiges Oeuvre zu schaffen. Es umfasst u.a. sieben Opern, mehrere Operetten, 27 Symphonien und andere Orchesterwerke, 17 Streichquartette, Werke fürs Ballett und den Film und vieles mehr. Weiterlesen

Komponist Boris Tischtschenko starb am 9. Dezember 2010

St. Petersburg. Nach langer und schwerer Krankheit ist am 9. Dezember 2010 der Petersburger Komponist Boris Tischtschenko im Alter von 71 Jahren verstorben. Tischtschenko war Schüler Galina Ustwolskajas und Dmitri Schostakowitschs gewesen und hatte bis zu seiner Emeritierung am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition unterrichtet. Neben dem reichen Katalog an großen Orchesterwerken – Tischtschenko schuf eine Vielzahl von Sinfonien und Instrumentalkonzerten – hat sich der Komponist auch für die Kammermusik eingesetzt. Im Jahr 1966 war sein Requiem für Sopran, Tenor und Orchester entstanden, bekannt ist aber auch sein „Triptychon“ für Singstimme und Orchester. Weiterlesen

St. Petersburger Chor „Rossika“ wieder in Gütersloh

Gütersloh. Der Chor „Rossika“ aus St. Petersburg wird am 27. November 2010 um 19.00 Uhr in der Gütersloher Liebfrauenkirche zum wiederholten Male auftreten. Das Ensemble wurde in Europa und Japan als einer der interessantesten Vertreter der russisch-orthodoxen und folkloristischen Musiktradition berühmt. Es wurde 1976 von Frau Valentina Kopylova gegründet. Damals ging es um die Ausführung der dechiffrierten altrussischen Kirchengesänge des 16.  bis 18. Jahrhunderts. Lange Zeit war „Rossika“  der einzige Chor solcher Art in der Sowjetunion. Seine hervorragenden Stimmen wurden mehrfach von der Presse gelobt. Der Chor bringt die russische Singkultur und das, was man als „russische Seele“ bezeichnet, auf beste Weise zum  Ausdruck. „Rossika“  ist Sieger vieler Chorwettbewerbe. Das Konzert wird vom Forum Russische Kultur Gütersloh e. V. veranstaltet.  Weiterlesen

Belaieff-Konzertreihe lädt nach der Sommerpause erneut zu einem erstklassigen Klavierabend ein

Hamburg. Am 24. September, um 20:00 Uhr,  findet das nächste Konzert der Belaieff-Konzertreihe in Hamburg statt.  Den renommierten Pianisten, Ivan Sokolov, kann man als eine Symbiose bezeichnen, wie man sie heute nur noch selten trifft: Er ist ein begabter Komponist und gleichzeitig ein regelmäßig konzertierender Pianist. Sein im höchsten Maße virtuoses Spiel dient niemals einem Selbstzweck, es trägt Aufklärungscharakter. Auf Sokolovs Konto gehen so viele Uraufführungen, dass er in dieser Hinsicht kaum übertroffen werden kann. Regelmäßig nimmt er an Festivals Neuer Musik teil – in Russland wie in Westeuropa und den USA. Weiterlesen

Jelena Firssowa wird Composer in residence bei den Fürstensaal Classix in Kempten

Im März dieses Jahres wurde die russische, heute in Großbritannien lebende Komponistin Jelena Firssowa sechzig Jahre alt. Viele Veranstaltungen in diesem Jahr waren und sind ihr und diesem Anlass gewidmet. Am 9. September wird Firssowas neues Orchesterwerk „Beyond the Seven Seals“ durch das Orchestre National du Capitole de Toulouse unter Leitung von Tugan Sokhiev in der französischen Metropole Toulouse uraufgeführt. Im September wird Jelena Firssowa Composer in residence bei dem renommierten Kammermusikfestival „Fürstensaal Classix“ (15.09.2010 – 19.09.2010) in Kempten (Allgäu) sein. Weiterlesen

Neu erschienen bei Thorofon: PERVEZ MODY plays SCRIABIN

Die neue Einspielung von Pervez Mody enthält einen Querschnitt aus dem Schaffen des bekannten russischen Komponisten Alexander Skrjabin, der als eine der innovativsten und außergewöhnlichsten Gestalten der Musikgeschichte gilt. Die frühen Kompositionen sind vor allem durch seinen Lieblingsmusiker Chopin, aber auch durch Schumann und Liszt  beeinflusst. Die mittlere Schaffensphase – die eingespielten Werke op. 30, 32, 34 und 38 stammen alle aus dem Jahre 1903 – zeugt bereits von kühner Harmonik und extravaganten Formexperimenten bis hin zur Atonalität. Das 1914 entstandene „Vers la flamme“ ist ein reifes Spätwerk, das sich durch den sogenannten mystischen oder prometheischen Akkord, der die Grenzen der Tonalität hinter sich lässt, auszeichnet. Weiterlesen