Schlagwort-Archive: Dmitrij Schostakowitsch

Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ am Kasseler Staatstheater – zeitlos, filmisch, fulminant

Kassel. Hierzulande wurde es seit langem zum guten Geschmack, Opernwerke in ihrer Originalsprache mit deutschen Übertiteln zu geben. Das Kasseler Staatstheater schwimmt gegen den Strom und präsentiert dem Publikum die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitrij Schostakowitsch (uraufgeführt 1934) in deutscher Sprache. Am 29. Oktober 2011 hat die deutsche Fassung nach der Übersetzung von Siegfried Schoenbohm in Kassel ihre Premiere gefeiert. Mit großem Erfolg.

Der Regisseur Michael Schulz ließ die Akteure in einem hellweißen, zum Publikum hin offenen Raum (Kasten) auftreten, mit Türen seitlich und hinten und einer runden Öffnung in der Decke. Die Requisite wurden sehr sparsam gehalten: eine Holzbadewanne, einige Birkensetzlinge, eine Tür, die je nach Szene die Raumtrennung markierte und von den Sängern angeschleppt wurde. Sonst gab es kaum weitere Gegenstände auf der Bühne (Dirk Becker). Karg und kalt, beinah futuristisch anmutend und dennoch überzeugend. Weiterlesen

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Stadt Gohrisch lädt zum zweiten Mal zu Internationalen Schostakowitsch Tagen ein

Dmitri Schostakowitsch komponierte 1960 in Kurort Gohrisch mit dem achten Streichquartett op. 110 eines seiner persönlichsten und bedeutendsten Werke, das sein existenzielles Leiden unter dem Sowjetregime zum Ausdruck bringt. Es ist das vermutlich einzige seiner Werke, welches außerhalb der Sowjetunion entstand. 50 Jahre später wurde in Gohrisch der Verein „Schostakowitsch in Gohrisch e.V.“ gegründet, der im September 2010 in enger Kooperation mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden erstmals die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch ausrichtete. Es ist das derzeit einzige regelmäßig stattfindende Festival weltweit, das dem Schaffen Schostakowitschs gewidmet ist.

An drei Tagen (16. – 18. September 2011) finden erneut fünf hochrangige Veranstaltungen in Gohrisch statt, die in enger Kooperation mit der „Kammermusik der Sächsischen Staatskapelle Dresden“ ausgerichtet werden. Dabei musizieren Musiker der Staatskapelle kammermusikalische Hauptwerke von Dmitri Schostakowitsch. Als namhafte Gäste werden der Pianist Igor Levit, der Trompeter Sergei Nakariakov, der Schauspieler Christian Friedel und die Komponistin Lera Auerbach (die Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle in der Saison 2011/2012) erwartet. Weiterlesen

Auerbachs Bearbeitung der „24 Präludien für Klavier“ von D. Schostakowitsch zum ersten Mal in Europa aufgeführt

Am 25. Juli 2011 kommt es im Rahmen des Verbier Festivals zur europäischen Erstaufführung Lera Auerbachs Bearbeitung der „24 Präludien für  Klavier“ von Dmitrij Schostakowitsch, welche sie für Viola und Klavier arrangiert hatte. Ihre Uraufführung erlebte die Bearbeitung im Juni 2010 beim Great Lakes Chamber Music Festival in den USA, gespielt wurden die Präludien von Kim Kashkashian (Viola) und Lera Auerbach (Klavier). In derselben Besetzung wird das Stück auch beim Verbier Festivals präsentiert, welches vom 15. bis 31. Juli 2011 stattfindet. Lera Auerbach ist dort zudem als Composer in residence geladen. Weiterlesen

Internationales Schostakowitsch-Festival in Gohrisch geplant

Im Juli 1960 hielt sich der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch für einige Tage in Gohrisch, einem Luftkurort der Sächsischen Schweiz nahe Dresdens auf. Dort komponierte er eines seiner kammermusikalischen Hauptwerke, das sein persönliches Leiden unter dem Sowjetregime erschütternd zum Ausdruck bringt: das Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110. Es ist nachweislich das einzige Werk, das Schostakowitsch außerhalb der Sowjetunion komponierte. 1972 kam der Komponist dann noch ein zweites Mal nach Gohrisch. Weiterlesen

Schostakowitschs „Lady Macbeth“ an der Wiener Staatsoper in Urfassung zu sehen

Wien, 24. Oktober. Die in der Sowjetunion seiner Zeit sehr umstrittene Urfassung der Oper „Lady Macbeth von Msenks“ von Dmitrij Schostakowitsch kam am 23. Oktober 2009 erfolgreich zur Aufführung an der Wiener Staatsoper. Die musikalische Leitung hatte Ingo Metzmacher inne, die Regie führte Matthias Hartmann. Die Oper entstand 1930 nach der gleichnamigen Vorlage von Nikolaj Leskov. Die Uraufführung der Oper fand 1934 statt. Das Werk stieß zunächst auf positive Resonanz in Russland und fand sogar große Beachtung im Ausland. Am 28. Januar 1936 erschien jedoch in der Zeitung „Prawda“ ein pamphletartiger Artikel, Weiterlesen

„Krieg und Frieden“ auf der Bühne in Dortmund

Die Ballett-Aufführungen des Dortmunder Theaters gehören zur Zeit zu den innovativsten Ballett-Darbietungen in Deutschland.

Auch in dieser Saison präsentierte der Ballettdirektor Xin Peng Wang ein Stück, an dessen tänzerische Umsetzung vorher kaum zu denken war. Nach Lev Tolstoi Krieg und Frieden entwarf er eine beachtenswerte Choreografie – unterlegt mit Musik von Dmitrij Schostakowitsch. Es kommen außer der so genannten Leningrader Symphonie auch einige Filmmusiken des Komponisten zum Einsatz. Zusammengestellt wurde die Musik von dem Dortmunder Kapellmeister Motonori Kobayashi. Weiterlesen

Kammermusiktheater in Moskau führt die Oper „Die Pantöffelchen“ von Tschaikowski neu auf

Aus Anlass des 200-Geburtstagsjubiläums von Nikolai Gogol kam es in der neuen Saison des Kammermusiktheaters in Moskau zur Neuauflage der Oper Die Pantöffelchen von Peter Tschaikowski. Der Komponist bediente sich seinerzeit bei der Erschaffung dieses Werks der literarischen Vorlage Die Nacht vor Weihnachten von Nikolai Gogol. Die diesjährige Premiere im Kammermusiktheater, welches unter der Leitung des berühmten Regisseurs Boris Pokrowskij steht, fand laut Angaben des russischen Kultura-Portals am 28. November statt. Die Regie führte Olga Iwanowa. Weiterlesen