Archiv der Kategorie: Theater

Königsträume und Schwanenmärchen: „Illusionen – wie Schwanensee“ nach sechs Jahren wieder beim HAMBURG BALLETT

Hamburg. Mit Illusionen – wie Schwanensee schuf der Hamburger Ballettintendant John Neumeier 1976 eine Neudeutung des Stoffes zu Peter Tschaikowskys bekannter Musik: Er verband einen eigenständigen choreografischen Handlungsrahmen mit Elementen der klassischen Choreografie nach Ivanow und Petipa. Bis heute hat diese Interpretation nichts von ihrer Gültigkeit und Kraft verloren. Protagonist der Rahmenhandlung ist der „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern, auf dessen Innenleben sich das Ballett konzentriert. Neumeier schuf ein dramaturgisch komplexes Gleichnis über Sehnsucht und Scheitern, das die traditionelle Handlung von „Schwanensee“ mit dem Leben Ludwig II. psychologisch vielschichtig verknüpft: Weiterlesen

Helikon-Opera Moskau feiert das 20-jährige Jubiläum

Musik des 20. Jahrhunderts – Helikon-Opera wird 20

Am 10. April ist es soweit. Das renommierte Musiktheater Helikon-Opera feiert seinen 20. Geburtstag. In der Moskauer Kulturszene nimmt das Theater eine besondere Nische ein, in der stets die Kultur, die Traditionen der klassischen Schule und der frische Blick auf die Opernregie kombiniert werden.  Zwanzig Jahre ist für ein Theaterensemble ein solides Alter. In dem Helikon-Opera wird man jedoch nicht alt, sondern erwachsen. Vielleicht deshalb, weil vor zwanzig Jahren der Gründer des Theaters und der künstlerischer Leiter Dmitrij Bertman erst 23 Jahre alt war, die Künstler-Gleichgesinnte nur wenig älter. Bertman  zählt damit zu den jüngsten Theatergründern der Weltgeschichte. Weiterlesen

Ballett RAYMONDA von Glasunow und Petipa in Zürich neu inszeniert

Zürich. Am 31. Oktober 2009 fand am Züricher Opernhaus  die zweite Ballettpremiere der Saison statt,  in der sich der Ballettdirektor des Hauses Heinz Spoerli erneut mit einem der Klassiker der Handlungsballette auseinandersetzte. Raymonda von Marius Petipa nach der Musik von Alexander Glasunow stand auf dem Spielplan. Unter den grossen Balletten von Marius Petipa ist Raymonda ein eher selten gespieltes Werk. Es war eine seiner letzten Schöpfungen; der 80-jährige Meister traf hier auf einen jungen Komponisten, den ihm der Direktor des Mariinskij-Theater nach Tschaikowkis Tod vorgeschlagen hatte: Alexander Glasunow. Weiterlesen

Schostakowitschs „Lady Macbeth“ an der Wiener Staatsoper in Urfassung zu sehen

Wien, 24. Oktober. Die in der Sowjetunion seiner Zeit sehr umstrittene Urfassung der Oper „Lady Macbeth von Msenks“ von Dmitrij Schostakowitsch kam am 23. Oktober 2009 erfolgreich zur Aufführung an der Wiener Staatsoper. Die musikalische Leitung hatte Ingo Metzmacher inne, die Regie führte Matthias Hartmann. Die Oper entstand 1930 nach der gleichnamigen Vorlage von Nikolaj Leskov. Die Uraufführung der Oper fand 1934 statt. Das Werk stieß zunächst auf positive Resonanz in Russland und fand sogar große Beachtung im Ausland. Am 28. Januar 1936 erschien jedoch in der Zeitung „Prawda“ ein pamphletartiger Artikel, Weiterlesen

Bolschoi Theater bekam einen neuen musikalisch-künstlerischen Leiter

MOSKAU.  Nach Angaben der russischen Info-Agentur RIA Novosti bekam das Moskauer Bolschoi Theater im September einen neuen musikalisch-künstlerischen Leiter. Der in Russland bereits sehr bekannte Komponist, Leonid Desjatnikow (54), übernahm diesen begehrten Posten.

Das habe der Agentur RIA Novosti der Generaldirektor des Bolschoi-Theaters, Anatolij Iksanow, auf einer vor kurzem staatgefundenen Pressekonferenz mitgeteilt.
Desjatnikow habe bereits mit Bolschoj einige Projekte durchgeführt und schreibt zur Zeit für das Theater die Musik zum Ballett „Verlorene Illusionen“, welches von Alexej Ratmanskij inszeniert werden soll, so Iksanow. Weiterlesen

Russlands renommiertestes Theaterfestival „Goldene Maske“ gestartet

St. Petersburg, 17. September. Einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS zufolge hat gestern, am 16. September 2009, das in Russland wohl bekannteste Theaterfestival „Goldene Maske“ begonnen.  Im Rahmen des Festivals sollen die besten in den letzten fünf Jahren geschaffenen Theaterproduktionen zur Aufführung gelangen. Darunter sind jedoch nicht ausschließlich Werke, die unter der Leitung von bereits etablierten Regisseuren entstanden sind, sondern auch viele, an denen junge bzw. weniger bekannte Theaterregisseure und Schauspieler teilnehmen. Weiterlesen

Der Zar sieht alles! – Oder wie die Zarenbraut am Osnabrücker Theater zur Präsidentenbraut wurde…

Premiere Die Zarenbraut Theater OsnabrückLiebe, Wahnsinn und Tod stehen in der Oper oft eng beieinander. So auch in der Oper Die Zarenbraut von Rimskij-Korsakow, die am Samstag, dem 13. Juni 2009, eine erfolgreiche Premiere am Osnabrücker Theater am Domhof feierte.

Diesmal ist es Marfa, die Verlobte Nikolai Lykows, die ihrer Hochzeit entgegenfiebert, sich freut und nichts von ihrem tragischen Schicksal ahnt. Als Tochter eines Kaufmanns, bekannt für ihre Schönheit, wird sie auch vom Chef der Opritschnikis (der Schlägertruppe des Zaren Iwan des Schrecklichen), von Grigorij Grjasnoj (russ: der Dreckige) inbrünstig begehrt. Und so versucht er, Marfa an sich zu binden: Weiterlesen