Archiv der Kategorie: Konzertankündigung

Festival Strings Lucerne – Sofia Gubaidulina zum 85. Geburtstag

Sofia Gubaidulina

(c) F. Hoffmann – La Roche Ltd.

Luzern. Am 28. und 29. Januar 2017 finden in Luzern Konzerte anlässlich des 85. Geburtstags von Sofia Gubaidulina statt. Die Komponistin wird persönlich anwesend sein. Sofia Gubaidulina gilt heute als eine der bedeutendsten KomponistenInnen der Gegenwart. Geboren wurde sie in Tschistopol, in der Tatarischen autonomen Sowjetrepublik. Anlässlich ihres 85. Geburtstages beteiligen sich die Festival Strings Lucerne neben Orchestern wie Boston Symphony unter Andris Nelsons, Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev und der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann an einer hochkarätigen Serie von Konzerten anlässlich des runden Geburtstages. Sofia Gubaidulina hat ihr Kommen angekündigt.

Ihre Musik ist von starker Spiritualität geprägt. Dabei bleibt die Sprache Gubaidulinas plastisch und gut nachvollziehbar, formal und dramaturgisch klar gezeichnet, voller Bezüge auf die musikalische Tradition und emotional von hoher Leuchtkraft, sodass sich das Hören ihrer Musik bereits bei der ersten Begegnung zu einem Erlebnis gestaltet. Es ist die Suche nach einer geistigen Welt, die vom alltäglichen Zeiterleben abgekoppelt ist. Aber ihre Musik ist nicht nur verinnerlicht, sie kann auch spielerisch-witzig sein. Typisch für Gubaidulinas Schaffen ist das nahezu vollständige Fehlen von absoluter Musik.

Programm für den 28. Januar in KKL Luzern, Luzerner Saal, 19:00 Uhr

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RHEIN! – Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang widmete ihre Herbstausgabe der deutschen Literatur aus Russland

rhein_13_-2016_frontcover_ro_jpgtKöln. Die Literatur- und Kunstzeitschrift RHEIN! widmete ihre Herbstausgabe (Nr. 13) der deutschen Literatur aus Russland. Am 25. November 2016 wurde diese Ausgabe von der Redaktion und einigen in der Ausgabe vertretenen Autoren wie Eleonora Hummel, Artur Rosenstern und Waldemar Weber im Kölner Theater Ensemble Phoenix im Rahmen des Kunstfestes „KUNST ALS BRÜCKE: DEUTSCHLAND UND RUSSLAND, LITERATUR UND MUSIK“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter anderem mit Musik von Alfred Schnittke. Der bekannte Komponist Bernd Hänschke umrahmte mit einigen Musikern aus der Umgebung die Lesungen der Autoren musikalisch und vertonte eigens für diesen Abend Texte deutsch-russischer und russlanddeutscher Autoren.

Während die Deutsche Literatur aus Rumänien den deutschen Lesern bereits seit den 70er Jahren ein Begriff ist, kennt der Leser hierzulande kaum die deutschsprachige Literatur aus Russland. Die deutschsprachigen Autoren, Künstler und Wissenschaftler waren in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zum großen Teil den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen. Weiterlesen

Mathias Baier und Elisaveta Blumina – Russische Preziosen für Fagott und Klavier

LY_Flyer_Belaieff_190516-001Belaieff-Konzertreihe lädt am 19. Mai 2016 um 20 Uhr
in die Alfred-Schnittke-Akademie (Hamburg-Altona) ein.

Zum Konzert mit Mathias Baier (Fagott) und Elisaveta Blumina (Klavier).

Mathias Baier stammt aus Rostock. 1974 übersiedelte er mit der Familie nach Berlin, wo er die Spezialschule für Musik (heute C.Ph.E.Bach-Gymnasium) besuchte und anschließend Fagott an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ studierte. Er gründete das Bläserquintett „Kammervereinigung Berlin“, eines der wenigen Ensembles, das zweimal in Folge Preisträger beim ARD-Wettbewerb wurde, sowie Preisträger in Colmar und beim Deutschen Musikwettbewerb Bonn. Als Solist gewann Baier den 1. Preis beim Wettbewerb der Musikakademie in Warschau. Nach 3-jähriger Substituten- und Praktikantentätigkeit an der Staatskapelle Berlin trat Baier 1987 die Stelle des Solo-Fagottisten in diesem Orchester an. Seit 1994 ist er außerdem Solo-Fagottist im Orchester der Bayreuther Festspiele.

Vielfältige Tätigkeiten, musikalisch und organisatorisch, in diversen Kammermusik-Vereinigungen weisen Mathias Baier als Weiterlesen

Aydar Gaynullin & Friends in der Berliner Philharmonie

PastedGraphic_portrait_smallNicht nur in seiner russischen Heimat ist Aydar Gaynullin ein Star, auch in vielen anderen Ländern  hat sich der Akkordeon-Virtuose bereits einen Namen gemacht: Er spielte für Präsidenten und Staatschefs verschiedener Länder wie Michail Gorbatschow, Wladimir Putin, Jacques Chirac, Kim Chen Nir, Spaniens Königin Sophia, Malaysias Prinzessin und den Scheich von Kuwait. Zudem schreibt Gaynullin Musik für Theaterstücke und Kinofilme, hat  mehrere CDs und DVDs aufgenommen und gastierte in diversen TV-Shows. Nach zahlreichen erfolgreichen Konzerten in Deutschland kommt es nun zu einer ganz besonderen Begegnung in der Berliner Philharmonie: Der mehrfach preisgekrönte Akkordeonist wird erstmals unter musikalischer Begleitung des Berliner Residenz Orchesters  auftreten und verleiht seiner expressiven künstlerischen Energie damit eine passende Untermalung.

„Tango de Amor“ am 03.04.2016 , 17:00 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie mit Aydar Gaynullin (Knopfakkordeon, Akkordina),), Borislav Strulev (Violoncello), Aleksey Wagner (Gitarre), Sergey Shamov (Cajon, Udu, weitere Perkussionsinstrumente), Arkady Shilkloper (Flügelhorn, Waldhorn, Alphorn), Dorian Wilson (Dirigent), Elias Faingersh (Posaune) und dem Berliner Residenz Orchester unter der Leitung von Vladi Corda.

Aydar Gaynullin

Bereits mit acht Jahren begann der 1981 in Moskau geborene Gaynullin seinen Unterricht auf dem Bajan (russische Form des Knopfakkordeons). Weiterlesen

Lubotsky-Trio würdigt Sergej Tanejew – zum 100. Todesjahr

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PROGRAMM

Sergej Tanejew (1856-1915)

Trio h-Moll (1913)
für Violine, Viola und Violoncello

I  Allegro
II  Tema con variazione

Trio Es-Dur op. 31 (1910/11)
für Violine, Viola und Violoncello

I   Allegro con brio
II  Scherzino. Allegretto vivace
III  Adagio espressivo
IV  Finale. Presto

Lubotsky Trio:
Mark Lubotsky (Violine), Ferdinand Erblich (Viola), Olga Dowbusch-Lubotsky (Violoncello) Weiterlesen

Entdeckungen – 6. Hamburger Kammermusikfest International vom 08. September bis 04. Oktober 2015

Ensemble Blumina and friends Hochformat_smallDas Kammermusikfest des Vereins Musikförderung classic e.V. war in den ersten 5 Ausgaben unter dem Namen „Russisches Kammermusikfest Hamburg“ ausschließlich der Rezeption Russischer Musik und im letzten Jahr mit „Bonjour la Russie“ der besonderen kulturellen Verbindung zwischen Russland und Frankreich gewidmet. Nun erweitert sich der Schwerpunkt um die spannenden, sich gegenseitig inspirierenden Beziehungen zwischen der westeuropäischen Musikkultur und dem kompositorischen Reichtum der russischen Kammermusik. Entsprechend spiegelt der leicht veränderte Name „Hamburger Kammermusikfest International“ ab der 6. Ausgabe diese Entwicklung wider − unterstützt von mehreren Hamburger Stiftungen (vornehmlich der Hans-Kauffmann-Stiftung). In bewährter Weise gilt es auch weiterhin außergewöhnliche Werke bekannter und unbekannterer Komponisten von der Spätromantik bis zur Moderne und dabei die gegenseitigen Verbindungen, Beeinflussungen und Inspirationen zu erschließen. In den Konzerten geht es aber nicht in erster Linie nur um eine musikwissenschaftliche Herangehensweise, sondern um den Hörgenuss und die Erweiterung der Hörgewohnheiten sowie das Entdecken außergewöhnlicher Komponisten und deren Werke.

Die Entdeckung in diesem Jahr ist zum einen der Komponist Grigori Frid (1915-2012), der 2015 seinen 100. Geburtstag feiern würde, zum Anderen aber auch der vor 50 Jahren von ihm gegründete und noch heute bestehende „Moskauer Jugend-Musik-Club“. Dieser bildete − von der westeuropäischen Öffentlichkeit nahezu unbemerkt − ein geistiges Zentrum der musikalischen Elite seines Landes. Weiterlesen

Mariinsky-Mannschaft bringt tonnenweise Oper nach Baden-Baden

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(c) Bild by Alexander Shapunov

BADEN-BADEN.  In einer Woche beginnen die Sommerfestspiele in Baden-Baden. Bei hochsommerlichen Temperaturen erreichten jetzt die Kulissen des St. Petersburger Mariinsky-Theater die Festspielstadt im Schwarzwald. 30 Techniker und sieben 40-Tonner brachten goldene Säulen und eine dem Mariinsky-Bühnenboden gleichende Unterkonstruktion zur Neuinszenierung der Oper „Pique Dame“ nach Baden-Baden. Im glücklicherweise klimatisierten größten deutschen Opernhaus beginnen am Donnerstag, 9.7.2015 die Sommerfestspiele mit der Deutschland-Premiere der Neuinszenierung der Tschaikowsky-Oper „Pique Dame“. Genau vor 125 feierte der ebenso klangschöne wie spannende Bühnenkrimi nach der Erzählung von Alexander Puschkin seine Uraufführung am Mariinsky-Theater St. Petersburg. Weiterlesen