Lubotsky-Trio würdigt Sergej Tanejew – zum 100. Todesjahr

E-flyer_081015-001

PROGRAMM

Sergej Tanejew (1856-1915)

Trio h-Moll (1913)
für Violine, Viola und Violoncello

I  Allegro
II  Tema con variazione

Trio Es-Dur op. 31 (1910/11)
für Violine, Viola und Violoncello

I   Allegro con brio
II  Scherzino. Allegretto vivace
III  Adagio espressivo
IV  Finale. Presto

Lubotsky Trio:
Mark Lubotsky (Violine), Ferdinand Erblich (Viola), Olga Dowbusch-Lubotsky (Violoncello)

Am Moskauer Konservatorium war Mark Lubotsky Schüler von Abram Jampolski und David Oistrach. Nachdem er mehrere internationale Musikwettbewerbe gewonnen hatte (u.a. den Mozartwettbewerb in Salzburg), trat er mit den bedeutendsten Orchestern der Welt auf und arbeitete mit Dirigenten zusammen wie Benjamin Britten, Kyrill Kondraschin, Eugene Ormandy, Mstislaw Rostropowitsch, Jewgeni Swetlanow, Bernard Haitink, Gennadi Roschdestwenski und Kurt Sanderling. Lubotsky machte sich auch einen Namen als Pädagoge. Er unterrichtete zunächst am Moskauer Gnessin-Institut und nach seiner Emigration am Amsterdamer Konservatorium und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er war Gast zahlreicher Festivals und hielt mehrfach Meisterkurse u.a. in Australien, Japan (Toho-Universität, Tokio), Neuseeland (Oakland University), Großbritannien (Guild Hall School of Music, London) sowie am St. Petersburger Konservatorium, der Sibelius-Akademie in Helsinki und der Alfred Schnittke Akademie in Hamburg. Mit dem Komponisten Alfred Schnittke verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Nachdem er 1963 dessen erstes Violinkonzert in Moskau uraufgeführt hatte, widmete Schnittke ihm sein zweites Violinkonzert und drei seiner Violinsonaten. Mit Irina Schnittke und Mstislaw Rostropowitsch spielte er auch die Uraufführung von Schnittkes Klaviertrio. Unter der Leitung von Benjamin Britten spielte er dessen Violinkonzert auf LP ein; Britten erklärte: „This ist he performance I have been waiting for“. Lubotskys Interesse gilt neben dem klassisch-romantischen Repertoire vor allem der zeitgenössischen Musik.

Ferdinand Erblich (*1946) wuchs inmitten der reichen Musiktradition Wiens auf. Er begann zuerst Geige zu spielen und studierte dieses Instrument bei Josef Sivó an Wiener Musikhochschule. Später entschloss er sich Bratschist zu werden und setzte sein Studium fort u.a. bei Hatto Beyerle, dem Bratschisten des Alban-Berg-Quartetts. Ein wichtiger Lehrer für ihn war auch Peter Schidloff, Bratschist des legendären Amadeus-Quartetts. Von 1970 bis 1974 war Erblich Solobratschist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München, später beim Gürzenich-Orchester Köln. Nebenher trat er häufig als Solist und Kammermusiker auf. 1976 war er Mitbegründer des Orlando-Quartetts (seit 1998 Párkányí Quartett) und unternahm mit diesem Ensemble Konzertreisen durch die ganze Welt. Seit 1983 unterrichtet Ferdinand Erblich am Königlichen Konservatorium Den Haag. Als Kammermusiker ist Erblich im In- und Ausland viel gefragt. Er hat zahlreiche CDs eingespielt, davon 7 bei Philips, und zwei ausgezeichnet mit dem Grand Prix du Disque. Ferdinand Erblich spielt auf einer Bratsche des Turiner Meisters Alessandro D’Espine aus dem Jahre 1840.

Olga Dowbusch-Lubotsky stammt aus Saratow in Russland. Sie bekam ihren ersten Cellounterricht bei V.M. Kirillow und studierte am Saratow-Konservatorium in der Klasse von Prof. L. Gohman, einem Schüler Rostropowitschs. In Moskau studierte sie später bei G. Mdoyan. 2001 absolvierte sie das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg (Klasse von Prof. W. Mehlhorn). Ein weiterer wichtiger Lehrer war der Cellist Alexander Baillie. Olga Dowbusch-Lubotskys rege Konzerttätigkeit als Solo-Cellistin und Kammermusikerin (vor allem mit dem Lubotsky Trio) führte sie durch ganz Europa, Russland und die USA. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Irina Schnittke, Katarina Andreasson, Brenno Ambrosini, Vladimir Mendelssohn, Dmitri Vinnik und Ferdinand Erblich.

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