Mieczysław Weinberg im Fokus des 4. Russischen Kammermusikfestes

logo_russ_kammermusik_4_smallHamburg.  Das 4. Russische Kammermusikfest findet vom 28. August bis 25. September 2013 mit 9 Konzerten in der Laeiszhalle Hamburg, KulturKirche Altona und im Miralles Saal statt. 

Das 4. Kammermusikfest stellt mit Mieczysław Weinberg einen sehr produktiven Komponisten des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt, der lange Zeit im Schatten Dimitri Schostakowitschs stand. Dabei hielt Schostakowitsch den jüngeren Weinberg für „einen der hervorragendsten Komponisten der heutigen Zeit“ und beide Kollegen verband eine tiefe Freundschaft.  In diesem Jahr verstärkt die Pianistin Elisaveta Blumina die künstlerische Leitung des Festivals.

Mit Mieczysław Weinberg im Fokus erfüllt sich die in St. Petersburg geborene Künstlerin den Herzenswunsch seine Musik in ihre Wahlheimat Hamburg zu bringen. Blumina setzt sich seit Jahren in ihren Konzerten und mehreren CD Veröffentlichungen für den zunehmend beachteten polnisch-russischen Komponisten ein. In neun Konzerten an drei Standorten erklingen neben Werken Mieczysław Weinbergs die Werke russischer Komponisten von der Spätromantik bis zur zeitgenössischen Musik – vom „Vater der russischen Musik“ Michail Glinka, über Peter Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow bis zu Zeitgenossen wie Sofia Gubaidulina, Valentin Sylvestrov und Arvo Pärt um nur einige zu nennen. Vielen Werken gemeinsam ist der Reichtum der Inspirationen aus russischen Volksweisen, russischer Literatur und Märchen, verbunden mit Strömungen aus der europäischen Klassik. Selbst bei vielen zeitgenössischen Komponisten, die sich von kompositorischen Traditionen abwenden, spielen Themen aus der russischen Folklore und Literatur eine Rolle.

Der charismatische Cellist Ivan Monighetti eröffnet mit einem Solokonzert das Russische Kammermusikfest am 28. August 2013, 20 Uhr in der KulturKirche Altona. Der letzte Student von Mstislav Rostropovitch und Spezialist für sowohl zeitgenössische als auch barocke Musik spielt Werke von Weinberg, Gubaidulina, Silvestrov und J. S. Bach. „Sie ist eine Virtuosin par excellence“, urteilte die Presse über Elisaveta Blumina, die in der großen Tradition der berühmten russischen Klavierschule aufwuchs. In ihrem Klavierabend am 1. September 2013, 19 Uhr in der Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal stellt die Pianistin und künstlerische Leiterin des Festivals das Schaffen mehrerer Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Im Mittelpunkt stehen Werke von Mieczysław Weinberg, zwei Stücke des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov wurden der Pianistin persönlich gewidmet.

Auch dem Nachwuchs gilt Elisaveta Bluminas Aufmerksamkeit, denn sie weiß aus eigener Erfahrung: „Jeder Auftritt ist ein großer Schritt in der Entwicklung eines jungen Künstlers.“ Junge herausragende Talente aus Deutschland, Russland, Israel und Irland, die alle in Deutschland studieren, werden im Miralles Saal der Staatlichen Jugendmusikschule am 6. September 2013, 19 Uhr Kostproben ihrer Virtuosität geben. Die Liste ihrer errungenen Preise und Stipendien ist beeindruckend, denn die hochbegabten jungen Musikerinnen und Musiker überzeugen durch ihre technische und musikalische Brillanz gepaart mit charismatischer Bühnenpräsenz. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei um vielen jungen Hörern die Möglichkeit zu geben die außergewöhnlichen jungen Künstler ihrer Generation zu erleben.

Der junge Geiger Itamar Zorman wird von der Presse bereits als ein “Virtuose der Emotionen” gefeiert und als „einer, der sehr bald zu den ganz Großen seiner Zunft vorstoßen dürfte, ein Riese des Geigenspiels.“ Am 16. September 2013, 20 Uhr ist der Rising Star erstmals in Hamburg in der Laeiszhalle zu hören. Der Gewinner des Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau 2011 und weiterer Auszeichnungen spielt auf einer Guarneri Violine von 1737 aus einer privaten Sammlung.

Zauberhaft wird es mit Nina Kronjäger, bekannt u.a. durch den Film „Abgeschminkt“, am 15. September 2013, 15 Uhr in der KulturKirche Altona. Die Schauspielerin liest russische Märchen für die jüngsten Zuhörer, mitreißend begleitet von jazzigen Volksmelodien mit David Gazarov am Klavier. Klein und Groß begeben sich mit den beiden auf eine Fantasiereise in das Reich der Zaren, sprechenden Tiere und mächtigen Zauberer. Der Eintritt ist frei um allen Familien dieses  Erlebnis zu ermöglichen.

Der gemeinnützige Verein Musikförderung veranstaltet das Russische Kammermusikfest Hamburg 2013 zum vierten Mal. Mehrere Musikenthusiasten gründeten 2004 den Verein, um durch außergewöhnliche klassische bis zeitgenössische Musikprojekte die musikalische Vielfalt in Hamburg und Norddeutschland zu fördern und neue Akzente zu setzen. Junge internationale Nachwuchskünstler erhalten regelmäßig eine Plattform um sich zu präsentieren.

Einzelheiten zum Programm und Konzertorten erfahren Sie unter: Verein Musikförderung

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