Im Ernst Kuhn Verlag erscheinen zwei weitere wertvolle Bände zur russischen Musik

Berlin. Ernst Kuhn Verlag bringt zwei weitere bedeutende Bände zur russischen Musik heraus. Der erste Band trägt den Titel: Alexander Skrjabin auf seinem Weg zum Mysterium von Boris de Schloezer, und erscheint in der Skrjabin-Studien-Reihe als Band 2, mit einer Dokumentation der Auseinandersetzungen um Leonid Sabanejews Skrjabin-Buch von 1916 sowie einem Essay von Andreas Wehrmeyer. Herausgegeben und übertragen aus dem Russischen wurde das Buch von Ernst Kuhn.

Das Buch des Kulturphilosophen und Musikkritikers Boris de Schloezer über seinen Schwager und Freund, den Komponisten Alexander Skrjabin, entstand im Jahre 1919 in bewußter Opposition zu der kurz zuvor veröffentlichten Darstellung Leonid Sabanejews, der mit seinen provozierend vereinfachenden Thesen zur Gedankenwelt Skrjabins einen Skandal ausgelöst hatte. Einfühlsam, aber stets bedacht auf eine kritisch-reflektorische Distanz, bietet Boris de Schloezer eine begrifflich klare und umfassende Übersicht über die oft verschwommenen und ins Phantastische gesteigerten Vorstellungen des Komponisten und liefert auf diese Weise auch einen Schlüssel für das Verständnis der Notate und Aufzeichnungen Skrjabins, die in Deutschland unter dem Titel Prometheische Phantasien Verbreitung gefunden haben. Abgerundet wird das Buch mit einer Dokumentation über die Auseinandersetzungen um Leonid Sabanejews Skrjabin-Buch von 1916 unter den Mitgliedern der Skrjabin-Gesellschaften in Moskau und Petrograd sowie einem Essay von Andreas Wehrmeyer zur Bedeutung und historischen Stellung der musikästhetischen Positionen Boris de Schloezers.

ISBN: 978-3-936637-21-2
Preis 59,95 EUR (D), 61,75 EUR (A), 118,00 CHF (übrige Länder)
(studia slavica musicologica, Bd. 48), broschiert, XVI +318 S.

Der zweite Band wurde verfasst von Anja Städtler und trägt den Titel Der Zyklus Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes von Sofia Gubaidulina, der Untertitel lautet: Werk und kultureller Kontext.

Der Zyklus Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes kann als Sofia Gubaidulinas Opus summum gelten. In den beiden Werkteilen – Johannes-Passion [Страсти по Иоанну] (2000) und Johannes-Ostern [Пасха по Иоанну] (2002) – zeigen sich auf verschiedenen Ebenen und in akkumulierter Form die Ergebnisse ihres gesamten Schaffens. Die Studie berücksichtigt bei ihrer umfassenden Untersuchung des Johannes-Zyklus nicht nur das Werk selbst, sondern auch die Anbindung an frühere Kompositionen, ästhetische Positionen sowie kulturelle und religiöse Entstehungskontexte. Methodisch fließen musikanalytische und kontextualisierende Herangehensweisen sowie der Bereich der Skizzenforschung ineinander.
In exemplarischen Werkstudien werden einzelne Kompositionen gewürdigt und so Gubaidulinas Arbeits- und Schaffensweise erörtert, darüber hinaus aber auch Themen einer außermusikalischen Metaebene abstrahiert, die als typisch für die Komponistin angesehen werden können. Diese Themen – Apokalyptik, Kreuz, Stille, Transzendenz, Opfer oder Trinität – entstammen letztlich alle dem Bereich des Religiösen. Der zweite Teil der Studie widmet sich dann konkret dem Johannes-Zyklus. Über die analytische Betrachtung der Komposition hinaus rücken die Traditionen von Passionsvertonungen sowie die Anlage und Interpretation des Textbuches ins Blickfeld und lassen  so ein vielschichtiges Bild von Gubaidulinas zentralem Werk entstehen.

(studia slavica musicologica, Bd. 51), broschiert,  387 S., ISBN 978-3-936637-24-3, Preis 59,95 EUR (D), 61,75 EUR (A), 118,00 CHF (übrige Länder)

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