Ernst Kuhn Verlag bringt zwei umfassende Studien zur russischen Musik heraus

Berlin. Zwei bedeutende  Bücher sind dieses Jahr im Ernst Kuhn Verlag erschienen. Das erste Buch trägt den Titel: Georges Catoire – seine Musik, sein Leben, seine Ausstrahlung, Autorin: Anna Zassimova

Die Musik des russischen Komponisten französischer Abstammung Georges Catoire (1861–1926) (russische Namensform: Georgij oder Jegor L’vovič Katuar) ist, nachdem 1998 der kanadische Pianist Marc-André Hamelin mit seiner CD-Einspielung der Klavierwerke Catoires die internationale Musikwelt aufhorchen ließ, unvermittelt zum Gegenstand größerer Aufmerksamkeit geworden. Catoires Kompositionen, musiksprachlich an Gabriel Fauré und den frühen Skrjabin erinnernd und so in einer Zeit des musikalischen Stilwandels stets irgendwie „dazwischen“ liegend, beeindrucken vor allem durch ihren hohen Kunstwert, ihre Wahrhaftigkeit und ihre Schönheit. Schon Catoires Zeitgenossen lobten diese Musik für ihre selbständige und reiche Gedankenwelt, ihre progressive Beziehung zur Tonalität und für ein feines harmonisches Gespür.

Das vorliegende Buch ist das Ergebnis langjähriger Recherchen der Autorin und informiert erstmals umfassend über den Komponisten und sein Werk. Es trägt darüber hinaus dazu bei, den Prozeß der Entwicklung der Moderne in Rußland am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verständlicher werden zu lassen.

Anna Zassimova, Konzertpianistin und Kammermusikpartnerin, Absolventin der Moskauer Gnessin-Akademie und Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, gefragte Solistin auf bedeutenden Festspielen und für Rundfunk- und CD-Produktionen (darunter mit Klavier- und Kammermusik Catoires), hat sich schon während ihres Studiums mit wissenschaftlichen Recherchen über Catoires Leben und Werk beschäftigt. Später publizierte sie den Briefwechsel zwischen Tschaikowsky und Catoire in den Mitteilungen der Tschaikowsky-Gesellschaft. Das hier von ihr vorgelegte Werk war im Februar 2010 auch Dissertation an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe und wurde dort erfolgreich verteidigt

(studia slavica musicologica, Bd. 49), VIII + 395 S., ISBN 978-3-936637-22-9
Preis 59,95 EUR (D), 61,75 EUR (A), 118,00 CHF (übrige Länder)

Das zweite Buch erschien unter dem Titel:  Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, (Katerina Ismailowa) und ihre Inszenierungen. Autor:  Rüdiger Haußmann
(= Schostakowitsch-Studien, Bd. 9)

Der neunte Band der Reihe Schostakowitsch-Studien widmet sich ausschließlich der Oper Lady Macbeth von Mzensk (Katerina Ismailowa), jenem zentralen Werk, in dessen Doppelgestalt sich Triumph und Tragödie im Leben und Schaffen des Komponisten miteinander verbinden. Die beiden Fassungen der Oper wurden im Laufe eines dreiviertel Jahrhunderts in rund 160 Inszenierungen auf den zahlreichen Bühnen aller fünf Kontinente gespielt.

Die vorliegende Studie beschreibt zunächst die Entstehungsgeschichte des Werkes, untersucht Aspekte des Verhältnisses von literarischer Vorlage und Libretto und unternimmt einen Vergleich der beiden Fassungen (op. 29 und op.114), wobei stichwortartig die textlichen und musikalischen Unterschiede benannt werden. Anschließend werden chronologisch die rund 160 vom Verfasser ermittelten Inszenierungen der Oper dokumentiert und in einem Überblick zusammengefaßt. Auflistungen der daran beteiligten Opernhäuser und aller Sängerinnen der Titelpartie runden das Buch ab.

Rüdiger Haußmann (geb. 1948 in Stuttgart) ist Absolvent der Pädagogischen Hochschulen in Heidelberg und Reutlingen und im Hauptberuf als Lehrer tätig. Seine ersten Recherchen zu diesem Buch begannen schon im Jahre 1979. Seitdem sammelte er jahrelang in direktem Kontakt mit Opernregisseuren, Dramaturgen und Zeitungsarchiven zahlreicher Länder die einschlägigen Informationen für ihre Auswertung. Das so entstandene Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhellung der Rezeptionsgeschichte der beiden Fassungen der Oper.

(studia slavica musicologica, Bd. 50), XII + 295 S., ISBN 978-3-936637-23-6
Preis 59,95 EUR (D), 61,75 EUR (A), 118,00 CHF (übrige Länder)

Quelle: Verlag Ernst Kuhn – Berlin

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