Musikförderung e.V. veranstaltet 1. Russisches Kammermusikfest in Hamburg

Hamburg. Vom 2. bis 12. September 2010 findet in Hamburg das erste russische Kammermusikfest statt. Die Absicht des völlig neuartigen Musikfestes ist es, selten gespielte Werke bedeutender russischer Komponisten zur Aufführung zu bringen.  Das vielgestaltige kammermusikalische Repertoire dieses Kulturraumes ist in Deutschland noch wenig bekannt; die Rezeption russischer Musik beschränkt sich bislang immer noch vornehmlich auf einen kleinen Kreis von Komponisten. Diesen Horizont zu erweitern, ist eine spannende Aufgabe, die sich der Verein Musikförderung e.V. aus Hamburg gesetzt hat. Ausschließlich russische (sowjetische) Werke sollen erklingen, darunter Raritäten der Spätromantik, interpretiert von namhaften Musikerinnen und Musikern aus Russland, Deutschland und Italien.

In dem 7-teiligen Zyklus werden zwei Komponisten ausführlicher gewürdigt: Modest Mussorgsky und Nikolai Medtner. Letzterem wird auch die Dokumentationsausstellung im Foyer der Alfred Schnittke-Akademie gewidmet. Der Musikjournalist Nicolo Figowy befasst sich in einer Vortragsveranstaltung mit diesem von Rachmaninow hochgeschätzten „letzten Spätromantiker“ Russlands, der auch der „russische Brahms“ genannt wurde. Mussorgski kennt man im wesentlichen durch die berühmten „Bilder einer Ausstellung“ und durch seine Opern. In einer Hommage wird mit seinen Liederzyklen und einzelnen Klavierminiaturen eine andere Facette seines Schaffens gewürdigt.

Ausgewählte Violinsonaten werden dargeboten, darunter jeweils eine Sonate von César Cui und Michail Ipolitow-Iwanow (beides Komponisten der Petersburger Schule), von denen derzeit noch keine CD-Einspielungen existieren. Tschaikowskis einziges Klaviertrio erklingt im Eröffnungskonzert. Das rare Repertoire für Kontrabass und Klavier kommt ebenso zum Zuge wie jenes für Bratsche und Klavier. Im Abschlusskonzert stehen neben Borodin und Arenski zwei Zeitgenossen im Focus: Der erst kürzlich gestorbene Petersburger Yuri Falik und der Turkmene Chary Nurimov, dessen 2. Streichquartett Indira Gandhi gewidmet ist, und in dem klassische indische Musik mit russischer Musiktradition zusammengeführt wird. Von der Qualität des ausführenden Petersburger Atrium-Quartetts konnte sich das Hamburger Publikum bereits bei einem Konzert im vergangenen Februar in der Laeiszhalle einen Eindruck verschaffen.

Viele jener Komponisten, deren Werke zur Aufführung gelangen, stammen aus Petersburg. Hamburg ist seit vielen Jahrzehnten die Partnerstadt von Petersburg. Das Anliegen von Musikförderung e.V. ist es nicht zuletzt, diese Partnerschaft auf musikalischem Fundament zu vertiefen.

Näheres zum Ablauf und Programm erfahren Sie unter: www.musikfoerderung.de

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