Königsträume und Schwanenmärchen: „Illusionen – wie Schwanensee“ nach sechs Jahren wieder beim HAMBURG BALLETT

Hamburg. Mit Illusionen – wie Schwanensee schuf der Hamburger Ballettintendant John Neumeier 1976 eine Neudeutung des Stoffes zu Peter Tschaikowskys bekannter Musik: Er verband einen eigenständigen choreografischen Handlungsrahmen mit Elementen der klassischen Choreografie nach Ivanow und Petipa. Bis heute hat diese Interpretation nichts von ihrer Gültigkeit und Kraft verloren. Protagonist der Rahmenhandlung ist der „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern, auf dessen Innenleben sich das Ballett konzentriert. Neumeier schuf ein dramaturgisch komplexes Gleichnis über Sehnsucht und Scheitern, das die traditionelle Handlung von „Schwanensee“ mit dem Leben Ludwig II. psychologisch vielschichtig verknüpft: Statt seinen höfischen Pflichten – einschließlich der vorgesehenen Heirat mit einer Prinzessin – nachzukommen, flüchtet er sich bei einer Privatvorstellung des Balletts „Schwanensee“ in Fantasien. Schließlich vermischt sich die Fantasiewelt von „Schwanensee“ mit der Realität des Königs. Ein Mann im Schatten führt ihn in den Wahnsinn.

Die Wiederaufnahme am 23. April bietet mehrere Rollendebüts, darunter Alexandre Riabko, der erstmals als König Ludwig zu erleben sein wird, Carolina Agüero als Prinzessin Natalia, Silvia Azzoni als Odette, Hélène Bouchet als Prinzessin Claire, Thiago Bordin als Graf Alexander und Anna Polikarpova als Königinmutter. Den Mann im Schatten übernimmt wie schon 2004 Carsten Jung. Illusionen – wie Schwanensee bildet das Mittelstück von Neumeiers Tschaikowsky-Zyklus. Zuletzt war das Ballett im April 2004 in der Hansestadt zu erleben.

Illusionen – wie Schwanensee

Ballett von John Neumeier
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Choreografie und Inszenierung: John Neumeier
Traditionelle Choreografie nach: Lew Ivanow, Marius Petipa
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose

Musikalische Leitung: Simon Hewett

Wiederaufnahme: 23. April, 19.00 Uhr

Vorstellungen: 24., 28. und 30. April, 2. Mai, 20. Juni 19.00 Uhr (2. Mai auch 14.30 Uhr)

Kartenbestellungen unter 040 – 35 68 68 und an der Kartenkasse der Hamburgischen Staatsoper (Große Theaterstraße 25, 20354 Hamburg).

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