Borodins FÜRST IGOR noch im Aalto-Theater zu sehen

Bereits am 31. Januar fand  im Aalto-Theater die Premiere von Fürst Igor statt. Für die Umsetzung dieses selten gezeigten Werkes wurde als Regisseur Andrejs Žagars verpflichtet, Intendant der lettischen Nationaloper Riga, der sich und sein Team mit dieser Arbeit am Aalto-Theater vorstellte. Die musikalische Leitung übernahm der Erste Kapellmeister des Aalto-Theaters, Noam Zur. Fürst Igor, populär u.a. durch die Polowetzer Tänze, ist Alexander Borodins unvollendet gebliebenes Hauptwerk und wurde in einer Bearbeitung von Nikolai Rimskij-Korssakov und Alexander Glazunov 1890 an der St. Petersburger Hofoper uraufgeführt. Die Oper wurde zum ersten Mal in Essen aufgeführt, und zwar in einer eigenen dreiaktigen Neufassung, die auf der quellenkritisch revidierten Ausgabe von Pavel Lamm basiert. Ihre Handlung geht auf das Igorlied zurück, ein mittelalterliches Heldenpoem, das von Igors Feldzug gegen das Turkvolk der Polowzer erzählt, deren Lebensraum im heutigen Kasachstan und Usbekistan lag. Mit dem Kriegsgeschehen kontrastiert eine Liebesgeschichte, der Russe Wladimir und die Polowzerin Kontschakowna verlieben sich trotz der Feindschaft ihrer Völker ineinander. Žagars geht es in seiner Umsetzung des Stückes darum, eine (kritische) Märchenversion des heutigen Russland zu zeigen. Dabei sieht er den Unterschied zwischen dem russischen und dem feindlichen (Polowzer-) Volk aus heutigem Blickwinkel und spielt auf aktuelle Konflikte an. Am Ende der Oper findet die Vermählung von Wladimir und Kontschakowna statt – ein Kompromiss? Eine Versöhnung der Verfeindeten? Wer ist Sieger, wer Verlierer? Wird die eine Kultur von der anderen dominiert? Produktionsteam: Andrejs Žagars (Regie) ist seit 1996 der Direktor der Lettischen Nationaloper Riga. Sein Debüt als Opernregisseur gab er 2002 beim Festival im schwedischen Dalhalla mit Wagners Der fliegende Holländer. Am eigenen Haus folgten u.a. Tschaikowskys Pique Dame, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk und Verdis La traviata. Mit Massenets Werther am Theater Erfurt erfolgte sein Deutschland-Debüt. Alexander Orlov (Bühne) arbeitete u.a. als Chef-Bühnenbildner des Jungen Theaters in St. Petersburg und unterrichtet dort seit 2000 das Fach Bühnenbild an der Theater-Akademie. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler hat zahlreiche Ausstellungen in Russland und im Baltikum realisiert. Zu seinen Arbeiten gehört auch die Ausstattung von Andrejs Žagars Pique Dame. Mit seinem Bühnenentwurf zu Fürst Igor stellte er sich nun erstmals in Deutschland vor. Kristine Pasternaka (Kostüme) studierte an der Lettischen Kunsthochschule, arbeitete danach als Textilkünstlerin sowie als Kostümbildnerin für das Lettische Nationaltheater. Für die Nationaloper in Riga entwarf sie die Kostüme u.a. für Nabucco, Orfeo ed Euridice, Der fliegende Holländer und Romeo und Julia. Ihr erstes Engagement in Deutschland führte sie kürzlich an das Theater Erfurt (Massenets Werther).

Weitere Vorstellungen finden statt: am 30. April, 10. Mai, 6. Juni, 1. Juli 2009.

Karten unter: 02 01 – 8122 200

E-Mail: tickets@theater-essen.de

Musikalische Leitung: Noam Zur; Inszenierung: Andrejs Žagars; Bühne: Alexander Orlov; Kostüme: Kristine Pasternaka; Choreinstudierung: Alexander Eberle, Inna Batyuk; Choreographie: Elita Bukovska.

Weitere Einzelheiten unter:  Theater Essen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s