„Heiligenstädter Testament“ von Rodion Schtschedrin uraufgeführt

Am 18. Dezember 2008 kam es in München zur Uraufführung des Heiligenstädter Testaments von Rodion Schtschedrin, der für die Komposition des Stücks den berühmten Beethoven–Brief als Vorlage benutzte.  Das symphonische Fragment ist eine Auftragskomposition des Bayerischen Rundfunks.

Im Konzert in der Philharmonie im Gasteig, welches von Mariss Jansons geleitet wurde, erklangen auch die Symphonie Nr. 3  von Karol Szymanowski mit dem Untertitel Das Lied von der Nacht und die Symphonie Nr. 3 (die Eroica) von Ludwig van Beethoven.

„Die modernen Komponisten müssen heute für den ersten Teil des Konzertes komponieren, solange das Publikum noch einigermaßen geduldig zuhört. Eine Aufführung nach der Pause kann manchmal folgenschwer sein. In diesem Fall erklingt zuerst die Symphonie von Karol Szymanowski. Danach kommt mein neues Werk, und nach der Pause wird die ‚Eroica‘ von Beethoven gespielt. Und gerade diese Nachbarschaft hat mir die Richtung für meine Komposition gezeigt – hin zu einem Kontrast und zur Vorbereitung des Werkes nach der Pause. Es ist natürlich nicht einfach, einen solchen Titan wie Beethoven als musikalischen Nachbarn zu haben…“  (Auszug aus dem Gespräch mit Rodion Schtschedrin – geführt von Julia Smilga. Quelle: Bayerischer Rundfunk)

Hier hören Sie das ganze Gespräch mit Rodion Schtschedrin anlässlich der Uraufführung seines Werks.

Und hier lesen Sie eine Rezension des Konzerts in der Süddeutschen Zeitung.

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