Russische Chormusik auf höchstem Niveau

Wenn der Kammerchor „Rossika“ der St. Petersburger Philharmonie zwischen dem 6. und 15. November dieses Jahres wieder in Ostwestfalen-Lippe gastiert, wird er von vielen Verehrern, die das Ensemble in früheren Konzerten kennen gelernt haben, gespannt erwartet. Denn bei jedem seiner bisherigen Auftritte überraschte „Rossika“ mit neuen musikalischen Ideen seiner Initiatorin und Leiterin Dr. Valentina Kopylova, die den Chor bereits 1976 gründete. Sie verstand es bis heute, ihm immer wieder erstklassige Sängerinnen und Sänger zuzuführen, die ihre Qualifikation bereits als Solisten oder Leiter professioneller Chöre unter Beweis gestellt hatten.

Durch ihre intensive Forschungsarbeit in verschiedenen Archiven entdeckte sie eine Vielzahl von verloren geglaubten Werken orthodoxen liturgischen Chorgesangs aus der Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, die sie bearbeitete und durch ihre Sängerinnen und Sänger wieder zum Erklingen brachte. Damit schuf sie die musikalische Programmbasis des Chores. Ihre Forschungsergebnisse fanden aber auch ihren Niederschlag in mehreren wissenschaftlichen Veröffentlichungen und einer Vorlesungsreihe am Leningrader Konservatorium in den Jahren 1984 bis 1987. Außerdem tat sich Valentina Kapylova als Initiatorin und viele Jahre als Leiterin der St. Petersburger Festivals „Velikopostnji konzertnji Saison“ und „Svatki“ hervor.
Im Vordergrund stand aber immer die Arbeit mit dem „Rossika“-Chor, den sie in die Reihe der angesehensten Chöre der Sowjetunion und später Russlands führte. Zu Sowjetzeiten stand das Ensemble mit seinen altrussischen Kirchengesängen einzigartig dar, und erstaunlicherweise wurde bereits in den 70er Jahren eine Reihe von Musiksendungen unter dem Titel „Novellen zur Musik“ für das Fernsehen produziert. Später wirkte der Chor mit berühmten europäischen Orchestern, zum Beispiel mit den Londoner Symphonikern und dem Barockorchester Hamburg, zusammen.
Mit ihrem Ensemble wurde Valentina Kopylova Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe, wobei der Grand Prix beim Wettbewerb der Berufschöre 1998 in Paris besonders herausragt. Auf ihren alljährlichen Konzertreisen, die sie bisher nach England, Italien, Frankreich, Schweden, Spanien, Holland, Finnland, Serbien, Ungarn, Japan und seit 1991 auch nach Deutschland führten, haben die Sängerinnen und Sänger seit einer Reihe von Jahren auch Chormusik westeuropäischer Komponisten und zahlreiche Stücke aus dem reichhaltigen russischen Volksmusikschatz in ihr Repertoire aufgenommen.

Die breite Angebotspalette verbunden mit dem unverwechselbaren „Rossika“-Klang macht jeden Auftritt des Chores zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis.

Konzerttermine:

06.11.2008: 20.00 Uhr, Bielefeld-Ummeln, Evang. Kirche, Queller Straße 192
07.11.2008: 18.30 Uhr, Rheda, Klemenskirche, Pixeler Straße 8
08.11.2008: 20:00 Uhr, Bielefeld-Senne, Kath. Kirche „Auferstehung Christi“

09. 11. 2008: 10:00 Uhr, Russisch-orthodoxer Gottesdienst mit Erzbischof Feofan aus Berlin und Priester Sergej Ilin, Gesang: Rossika-Chor aus St. Petersburg, Martin-Luther-Kirche, Berliner Platz, Gütersloh

09.11.2008: 19:00 Uhr, Bielefeld, Johanniskirche, Johanniskirchplatz 4 a, mit dem Studio-Chor Bielefeld
10.11.2008: 20:00 Uhr, Gütersloh, Kirche „Zum Guten Hirten“, Kahlertstraße mit dem Chor „Stimmwerk“ des GTV-Turnergesangvereins
11.11.2008: 20:00 Uhr, Paderborn, Franziskaner Kirche, Westernstraße 19
12. 11. 2008: 20:00 Uhr, Evang. Reform. Kirche in Alverdissen mit dem Chor „Vocalissimo“

Weitere Informationen finden Sie unter Forum Russische Kultur e. V.

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