Beethovens "Heiligenstädter Testament" von Rodion Schtschedrin vertont

Einem Bericht von Ria Novosti zufolge hat der russische Komponist Rodion Schtschedrin Beethovens „Heiligenstädter Testament“ vertont.

In dem Dokument (Brief), welches Beethoven bereits 1802 bei seinem Kuraufenthalt in Heiligenstadt verfasst hatte und das für seine Brüder Carl und Johann bestimmt war, offenbart der Komponist, dass er bereits über viele Jahre krank gewesen sei, beklagt sich über sein immer schlechter werdendes Gehör sowie Suizidgedanken. Der Brief, dessen Existens erst nach Beethovens Tod bekannt geworden ist, wurde nie abgeschickt.

Das neue Werk von Schtschedrin, welches er nach einem Auftrag von deutscher Seite zu Papier brachte, soll bereits im Dezember 2008 in München zur Uraufführung gelangen und anschließend dann im New Yorker Carnegie-Hall dem amerikanischen Publikum präsentiert werden.

Rodion Schtschedrin wurde 1932 geboren. Er bekleidete zu Sowjetzeiten (seit 1973) das Amt des Präsidenten des russischen Komponistenverbandes und unterrichtete viele Jahre Komposition am Moskauer Konservatorium.

In den 90-er Jahren bekam er für sein kompositorisches Schaffen den Russischen Staatspreis, den Dmitri-Schostakowitsch-Preis und im Dezember 2007 den Orden für Verdienste um das Vaterland zweiter Klasse.

In Deutschland wurde er u. a. durch seine Ballette Anna Karenina, Die Möwe sowie durch die Oper Die toten Seelen bekannt.

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