Komponist Arthur Lourié wiederentdeckt

In Basel fanden vom 4. bis 8. Mai 2008 die 4. Internationalen Lourié –Tage statt. Arthur Lourié (1893-1966) war ein sowjetischer Komponist, der in der Sowjetunion eine Zeitlang (1918-1922) das hohe Amt des Volkskommissars für Musik (Musikbeauftragter im Volkskommissariat für Aufklärung) bekleidete. Nachdem er 1922 von den Sowjets ins Ausland flüchtete, wurde seine Musik und sein Werk im Land totgeschwiegen, woraufhin der Komponist in Vergessenheit geriet.

Nun bemüht sich seit 2005 die Arthur Lourié Gesellschaft Basel um die Wiederbelebung und Verbreitung des Werkes von Lourié. Zu den Aktivitäten der Gesellschaft gehören unter anderem die Förderung der künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Werk Arthur Louriés, die Organisation von Konzerten mit Werken des Komponisten sowie die Vermittlung von Materialien und Dokumenten für diverse Zwecke – so die Gesellschaft.

So wurde z. B. im Rahmen der diesjährigen Lourié – Tage auf Anregung der Gesellschaft 4 Chansons Populaires de Basse Bretagne, die der Komponist bereits 1920 komponiert hatte, erfolgreich uraufgeführt sowie vom 27. bis 30 Mai die Konzertreihe La Naissance de la Beauté veranstaltet.

Arthur Lourié wurde 1893 in St. Petersburg als Sohn eines reichen jüdischen Holzfabrikanten geboren und erlernte bereits in den frühen Jahren das Klavierspiel. Er studierte am Petersburger Konservatorium Klavier und Komposition und gehörte dort zusammen mit Prokofjew zu den begabtesten Klavierstudenten.

Nach dem kurzen Aufenthalt in Berlin (1922) lebte er seit 1923 in Paris und seit 1941 in den USA.

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