Kulturzentrum „Swjatoslaw Richter“ in Planung

Tarussa, 31. März. In Tarussa (Gebiet Kaluga, Russland) ist ein Kulturzentrum in Planung, welches den Namen des russischen Pianisten Swjatoslaw Richter (1915 – 1997) tragen soll, berichtete RIA Novosti. Der Musiker hätte dort viel Zeit auf seiner Datscha verbracht.

Als Ideengeber dieses Projekts fungiert die Swjatoslaw-Richter-Stiftung, die bereits seit 1992 regelmäßig ein Musikfestival in Tarussa organisiert. Jedoch ist das Projekt noch keine fest beschlossene Sache, da noch nicht klar ist, wie das dreistöckige Gebäude finanziert werden soll. Investoren werden derzeit von der Stiftung gesucht.

Den Entwurf zum Bau lieferte der deutsche Architekt Michael Eichner, der an der Moskauer Architekturhochschule einen Lehrstuhl innehat und mit seinen Studenten das Gebäude entworfen hatte. Dem Entwurf nach sollen dort eine Konzerthalle, eine Musikschule, eine Sportanlage und ein Hotel Platz finden.

Swjatoslaw Richter war ein genialer Pianist deutsch-russischer Abstammung, der weltweit Anerkennung genoss und in seinem Fach grenzübergreifend Maßstäbe setzte. Aus diesem Grund hatte ihn die sowjetische Regierung sehr gern als Aushängeschild im Ausland genutzt und ihm stets problemlos Tourneen im Ausland genehmigt. Allerdings hatte Richter mit seinen Konzerten im Ausland – und der daraus resultierenden Gagen – zugleich auch die Einnahmen des sowjetischen Kulturministeriums verbessert. Nur einen Bruchteil seiner Bruttoeinnahmen aus Konzerttourneen durfte er als sowjetischer Künstler für sich behalten.

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