Kassel. Hierzulande wurde es seit langem zum guten Geschmack, Opernwerke in ihrer Originalsprache mit deutschen Übertiteln zu geben. Das Kasseler Staatstheater schwimmt gegen den Strom und präsentiert dem Publikum die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitrij Schostakowitsch (uraufgeführt 1934) in deutscher Sprache. Am 29. Oktober 2011 hat die deutsche Fassung nach der Übersetzung von Siegfried Schoenbohm in Kassel ihre Premiere gefeiert. Mit großem Erfolg.
Der Regisseur Michael Schulz ließ die Akteure in einem hellweißen, zum Publikum hin offenen Raum (Kasten) auftreten, mit Türen seitlich und hinten und einer runden Öffnung in der Decke. Die Requisite wurden sehr sparsam gehalten: eine Holzbadewanne, einige Birkensetzlinge, eine Tür, die je nach Szene die Raumtrennung markierte und von den Sängern angeschleppt wurde. Sonst gab es kaum weitere Gegenstände auf der Bühne (Dirk Becker). Karg und kalt, beinah futuristisch anmutend und dennoch überzeugend. Read More
Liebe, Wahnsinn und Tod stehen in der Oper oft eng beieinander. So auch in der Oper Die Zarenbraut von Rimskij-Korsakow, die am Samstag, dem 13. Juni 2009, eine erfolgreiche Premiere am Osnabrücker Theater am Domhof feierte.
Wer das Glück hatte, am 8. Mai 2009 der Aufführung der Pique Dame von Peter Tschaikowski in der Komischen Oper Berlin beizuwohnen, war von einer äußerst komischen Darbietung des Hauses sehr überrascht. Seit geraumer Zeit hätte nämlich Robert Künzli, der in den früheren Vorstellungen den Part des Protagonisten Hermann ausführte, Probleme mit seiner Stimme. Deshalb bemühte sich die Theaterleitung rechtzeitig um einen adäquaten Ersatz. Das Problem war schon sehr bald vom Tisch, die Proben mit dem neuen Sänger reibungslos verlaufen, und so schien einer Erfolg-versprechenden Vorstellung nichts im Wege zu stehen – bis auf den Tag der Vorstellung.
Osnabrück. Am 13. Juni um 19.30 Uhr findet die Premiere der Oper Die Zarenbraut von Nikolaj Rimskij-Korssakow im Osnabrücker Theater am Domhof statt.